Praxis für Naturheilkunde und ästhetische Behandlungen  ist wegen Urlaub vom 11.06. - 18.06. geschlossen      

Heilpraktikerin Claudia Bälz, Gredinger Straße 26, Nürnberg 
 

Reiseapotheke

Im Folgenden finden Sie eine Aufstellung der Medikamente, die sich in einer pflanzlich orientierten Reiseapotheke befinden könnten. Wobei die Betonung auf „könnten“ liegt. Schließlich bedarf es bei einer Trekking-Tour durch die Rocky Mountains anderer Dinge als beim Wochenendtrip nach Paris. Gehen Sie also am besten vor jeder Reise einmal die Liste durch und überlegen Sie, was davon notwendig ist. (Abgesehen natürlich von Medikamenten, die man ohnehin regelmäßig nehmen muss – in diesem Fall gut nachrechnen: Ist wirklich eine ausreichende Stückzahl des Dauer-Medikaments im Koffer?)

Atemwegsinfektionen und Erkältung

  • ein Efeupräparat gegen Katarrhe der Luftwege und Husten. Ist auch für Kinder geeignet.
  • ein Kombinationspräparat mit Thymian oder Umckaloabo gegen Bronchitis
  • ein Echinaceapräparat gegen Infekte und zur Steigerung der körpereigenen Abwehr
  • eine Heilpflanzenkombination gegen Entzündungen der Nasennebenhöhlen und Schnupfen
  • einen Lippenpflegestift. Durch das häufige Putzen wird die Nase wund, das Fett des Pflegestiftes hält die Haut geschmeidig.
  • und gegen die Ausweitung der Infektion: ein Präparat aus Schlüsselblumenblüten, Cineol oder der Umckaloabowurzel, das keimhemmend wirkt und eine zusätzliche bakterielle Infektion erschwert.

Reisekrankheit

Gegen Reiseübelkeit, auch Seekrankheit helfen Ingwerkapseln

Beinschmerzen und Beinschwellungen

Geschwollene Beine nach einem Langstreckenflug sind keine Seltenheit. Das lange bewegungslose Sitzen ist eine Strapaze für die Beinvenen. Hier helfen Präparate aus Rosskastaniensamen, das auch vorbeugend während längerer Flugreisen angewendet werden kann. Aber auch Mäusedorn dichtet die Adern ab und fördert gleichzeitig die Ausscheidung des Wassers über die Niere – verhindert also dadurch die dicken Beine.

Durchfall/Magen-Darm-Probleme

Andere Länder, anderes Essen – da streikt nicht selten der Darm oder stellt auf „Durchfluss“. Gegen „Montezumas Rache“ helfen Präparate, die Kamille und Apfelpektine enthalten wie z.B. Diarrhoesan (auch für Kinder ab 6 Monate), oder Myrrhinil intest (enthält neben Kamille auch Myrrhe und Kaffeekohle, hilft auch bei entzündlichen und infektiösen Darmerkrankungen). Bei Reisedurchfall durch Noroviren oder Bakterien bedingt, ist Yomogi eine gute Wahl – ein probiotisches Medikament aus der Trockenhefe Saccharomyces boulardii.

Bei allgemeinen Magen-Darmproblemen wie Übelkeit oder Krämpfen empfiehlt sich ein Kombinationspräparat mit Pfefferminzöl. Jedoch sollten diese Präparate nicht länger als ein bis zwei Tage eingenommen werden. Stellen sich die Beschwerden nach dem Absetzen wieder ein oder tritt während der Einnahme hohes Fieber auf, dann kann es sich um eine bakterielle Erkrankung handeln. Und das bedeutet: Ab zum Arzt!

Harnwegsbeschwerden

Bei leichten Harnwegsinfektionen hilft ein Präparat aus Goldrutenkraut oder Birkenblättern. . Beugt auch Harnsteinen vor. Hoch dosierte Senföle aus Meerrettich und Kapuzinerkresse hemmen die Vermehrung von Bakterien und können so bei Blasenentzündung als auch Atemwegsinfekten eingesetzt werden (z.B. Angocin)

Hexenschuss/Ischias

Pflanzliche Mittel speziell gegen Schmerzen am Bewegungsapparat sind z.B.Phytodolor Tropfen (Pflanzenkombination aus Eschenrinde, Goldrute und Zitterpappel) oder Doloteffin Tabletten (Teufelskrallenwurzel). Kombiniert mit einer wärmewirksamen Salbe, die z.B. Rosmarinextrakt oder Cayennepfeffer (Achtung! Sparsam auftragen, kann zu Hautreizungen führen!) enthält, sollte die Beweglichkeit bald wieder hergestellt sein.

Kopfschmerzen

Gut gegen leichte Spannungskopfschmerzen: ein paar Tropfen eines Pfefferminzölpräparats an den Schläfen verreiben. Außerdem Tee aus Weidenrinde oder Mädesüßblüten (hilft auch gegen Gliederschmerzen bei Erkältung).

Verdauungsbeschwerden

Für alle, denen schnell mal etwas „schwer im Magen liegt“ oder der Bauch drückt nach einem ungewohnten oder fettreichen Essen empfiehlt sich die Mitnahme eines Präparats aus Artischockenblättern oder ein Kombinationspräparat aus Angelikawurzel, Benediktenkraut, Wermutkraut und Kamillenblüten.

Verletzungen

Besonders wichtig bei einem Sport- oder Wanderurlaub, aber auch für jeden, der herumtobende Kinder dabei hat – gegen Verstauchungen und Prellungen hilft eine Salbe aus der Beinwellwurzel. Gegen oberflächliche Hautverletzungen und kleine Entzündungen der Haut sollte man eine Salbe aus den Blättern des Virginischen Zauberstrauchs oder Arnikatinktur einpacken.

Außerdem als Grundausstattung:

  • Schere
  • elastische Binden
  • Pflaster (auch Blasenpflaster!)
  • Fieberthermometer
  • Desinfektionsmittel
  • Pinzette (sehr nützlich, um z.B. Zecken oder Splitter aus der Haut zu entfernen)
  • ein geeignetes Behältnis für kühl zu lagernde Medikamente.

Alle Arzneimittel sollten gut verpackt und vor Hitze und Sonnenlicht geschützt aufbewahrt werden. Da pflanzliche Medikamente in der Regel sehr gut verträglich sind, ist die Gefahr etwaiger unerwünschter Nebenwirkungen sehr gering.

Und … auch nicht vergessen: Chronisch Kranke sollten unbedingt entsprechende Ausweise mit sich führen (Marcumar, Diabetiker ...). Und: Haben Sie auch ihre Impfpässe überprüft (Tetanus! Hepatitis B!)?